DIY | Frühling | Nähzimmer

5 Tipps für dein Punch Needle Projekt und eine Anleitung für ein Farn-Bild

31. März 2019
Punch Needle Farn

Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man einfach nicht mehr aufhören. Mich hat das Punch Needle Fieber voll erwischt. Jetzt habe ich mich mal an ein etwas größeres Projekt gewagt und mir ein Kissen gepuncht. Mit Blumen, versteht sich. Und dazu noch ein kleines Wandbild. Mit Farn, was sonst…..und natürlich mit Anleitung für euch.

Punch Needle BlumenAls ich im Sommer das erste Mal durch Kelly die Punch Needle Technik kennenlernte war ich hin und weg. Meine Sommerdame hängt nach wie vor durch alle Jahreszeiten in meinem Zimmer und ich liebe  sie. Zu meinem Bloggeburtstag kamen dann noch diese zauberhaften Wimpel dazu.

Schon seit Wochen habe ich mir vorgenommen, ein kleines Kissen für mein “Sofa” in meinem Bastelzimmer zu punchen. Das war schon ein etwas größeres Projekt, aber am Ende doch ruckizucki fertig. Allerdings ist es nur ein Minikissen geworden.

Ein paar Punkte sollte man schon bei der Punch Needle Technik beachten, damit das Projekt auch wirklich Spaß macht und das Ergebnis gefällt. Gerade wenn man mit einer Technik anfängt muss man Geduld mitbringen und sich damit vertraut machen.

Die wichtigsten Tipps zum erfolgreichen Punch Needle Projekt:

Entscheidet euch zuerst für ein Motiv . Ich empfehle für Anfänger erst einmal ein kleines Bild im Stickrahmen wie z.B. mein Farn oder ein einfaches grafisches Muster.

  1. Das richtige Material: Wie bei jedem Handwerk kommt es auch hier auf das richtige Material an. Ich bevorzuge den Original Monk-Cloth oder einen nicht zu feinen Jute- oder Leinenstoff. Auch bei der Nadel ist ein Qualitätsprodukt auf Dauer von Vorteil. Ich benutze die Original Oxford-Punch Needle.  Wenn man eventuell nur ein einmaliges und kleines Projekt machen möchte, kann man schon mal eine günstige Nadel verwenden ( habe ich aber nicht ausprobiert) Entscheidet euch unbedingt für gute Wolle. Die feinen Fasern der Schafwolle verhaken sich später, so dass die einzelnen Schlaufen durch die Zeit einen guten Halt bekommen.
  2. Die Vorbereitung: Zeichnet euch das Motiv in der Größe des (inneren) Stickrahmens auf ein Stück Papier. So habt ihr eine gute Vorstellung, wie das Bild einmal aussehen könnte und könnt noch Korrekturen vornehmen. Wenn ihr zufrieden seid, übertragt das Bild entweder mit einem Musterbügelstift auf den Stoff oder zeichnet es einfach noch einmal nach Vorlage auf den Stoff. Für den Farn habe ich euch eine Vorlage vorbereitet.punch Needle Farn
  3. Den Stoff einspannen: Nur bei einem richtig straff gespannten Stoff lässt sich die Wolle perfekt in den Stoff punchen. Er darf auf keinen Fall labberig im Rahmen hängen. Also schön straff spannen und den Rahmen ordentlich festdrehen.Punch Needle Farn
  4. Punchen: Beim Punchen darauf achten, dass ihr mit der Nadel immer bis zum Anschlag durch den Stoff stoßt. Die Nadel immer mit der Nase über den Stoff führen. Hebt ihr sie an, lösen sich die letzen Schlaufen natürlich wieder auf. Der Schlitz zeigt immer nach vorn. Wenn ihr um die Ecke müsst, dreht ihr die Nadel in die gewünschte Richtung, wenn sie gerade unten ist.Punch Needle FarnPunch Needle Farn
  5. Das Muster: Umrahmt jedes einzelne Musterteil erst einmal mit der jeweiligen Farbe und “malt” es dann aus. Das kann in Runden oder in Linien erfolgen. Der Hindergrund wird erst zum Schluß gepuncht. Bei meinem Farn kam zuerst der Stil dran, dann bei jedem Blatt zuerst den Rand und danach wird der innere Teil in Runden fertiggestellt.Punch Needle Farn

Bevor du dein Projekt startest, nehme dir erst eimal ein Probestück und übe ein bisschen. Du wirst sehen, dass du sehr schnell ein Gefühl dafür bekommst. Am Anfang habe ich auch gedacht, das das nie funktionieren wird. Wie soll schon ein Bild entstehen, das nur aus losen Schlaufen besteht. Aber es funktioniert tatsächlich.

Das brauchst du für den Punch Needle Farn:

Monk-Stoff oder Jute/Leinen

Punch Needle (Stanznadel) Hier Größe 9

Wolle (hier LL 60/100g)

Stickrahmen, Schere

Vorlage Punch Needle Farn

Punch Needle Farn

Ich habe am Anfang einfach ganz wilde Muster gepuncht. Kreise, Linien, Quadrate….alles geht.

Und keine Angst, wenn du dich mal verstochen hast, du kannst den Faden ja  jederzeit lösen und erneut einstechen.

Der Abschluss des Punch Needle Projekts:

Löse das Bild aus dem Stickrahmen und schneide es so zu, dass du einen Überstand von ca. 4 cm hast. Säume den Rand mit der Nähmaschine. Anschließend dämpfst du dein Motiv mit dem Bügeleisen. Lege unbedingt ein feuchtes Handtuch dazwischen.

Nun kannst du dein Bild wieder in den Stickrahmen einspannen. Die Rückseite habe ich genau wie bei diesem Stickbild gemacht. 

Punch Needle Farn

Jetzt nur noch ein Band anbringen und schon kannst du deinen fertigen Punch Needle Farn aufhängen.Punch Needle Farn

Am Anfang hatte ich euch von meinem kleinen Kissen Projekt erzählt, dass ich euch natürlich noch gerne zeigen möchte. Hier musste ich sehr lange überlegen, welches Motiv mir gefallen könnte. Die Farben waren schon längst klar und das es mit Blumen und Blättern sein sollte auch. Entgegen meiner Tipps ist dieses Kissen dann im Freestyle entstanden. Ich konnte mich einfach nicht für eine Zeichnung entscheiden und habe einfach angefangen. Was dazu führte, dass ich es mehrmals auftrennen musste. Punch Needle Kissen

Da ich keinen professionellen Punch-Rahmen habe, musste ich improvisieren. Ich habe mir einen günstigen Leinwandrahmen gekauft und den Stoff abgetrennt. Anschließend habe ich den Monk-Stoff auf die Rückseite des Rahmens getakkert. Auch hier muss man sehr darauf achten ,dass der Stoff eine sehr gute Spannung hat.Punch Needle Rahmen

Punch Needle Kissen

Und? Könnt Ihr euch vorstellen, auch einmal die Punch Needle in die Hand zu nehmen?

Ich hoffe, euch hat mein Projekt gefallen und mein Tipps helfen euch mit einem kleinen Projekt zu starten.

Liebe Grüße

Evi

Verlinkt im Creadienstag

  1. Boah Evi,
    wie du weißt bin ich einer der größten DIY Legastheniker die es so gibt. Aber das Punch Needle Bild sieht wirklich toll aus! Super geworden!

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