DIYhochdrei | Nähzimmer

DIYhochdrei Part I – Siebdruck mit Orike Muth

15. September 2019

𝑤𝑒𝑟𝑏𝑢𝑛𝑔 Yeah….es ist soweit! DIYhochdrei hat heute Premiere und geht mit dem ersten Blogpost online. Heute startet ein lange vorbereitetes gemeinsames Projekt mit ganz lieben Bloggerfreundinnen und einem sehr kreativen Besuch in der Siebdruckwerkstatt von Orike Muth. Aber lest selbst…..

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich mich oft und gerne mit meinen lieben Blogger-Freundinnen Amy und Smilla treffe. Sowohl virtuell als auch  “in echt”. Zu gerne verbringen wir die Zeit kreativ miteinander und haben uns jede Menge zu erzählen.  Daraus entstand in diesem Jahr die Idee zu einer wundervollen Möglichkeit, neue Techniken und ganz neue Impulse kennenzulernen. Wir gründeten DIYhochdrei. Eine gemeinsame Plattform für uns und unsere “Ausflüge” in spannende Werkstätten, zu interessanten Menschen und vor Allem zu neuen Herausforderungen.  Ein gemeinsamer Tag und drei unterschiedliche Berichte auf unseren Blogs. Dafür setzen wir uns mehrmals im Jahr in Bewegung und fahren gemeinsam ins kreative Abenteuer. Wir lernen von Profis und Meistern und erzählen euch davon. Natürlich sind wir dabei immer selbst am Werk.

Jetzt wollt ihr bestimmt erst einmal wissen, wo wir denn das erste Mal waren.

DIYhochdrei in der Siebdruckwerkstatt von Orike Muth

Unser erster Besuch hat uns nach Hannover in die Siebdruckwerkstatt von Orike Muth geführt. Ich kann euch jetzt schon sagen, egal wo ihr herkommt: Einen Tag in dieser Werkstatt müsst ihr einfach erleben!! Wer mehr über Orike erfahren möchte, liest gerne noch das Interview am Ende des Beitrags.

Bei Orike einzutreten ist wie in eine andere Welt einzutauchen. Ich hatte fast auf den Lippen “es ist alles so schön bunt hier”. Ich traf auf eine unglaublich kreative Aura in diesen Räumen. Und auf eine sehr sympathische und eine so in sich ruhende Orike. Natürlich von Kopf bis Fuß in selbst designten Stoffen eingekleidet. Überall Farben und Stoffe und so viele traumhafte Tücher, Kissen und Topflappen, Kisten voller fertiger Schätze. Schürzen, Täschen, Brotbeutel und noch so viel mehr.

Bis ich aus dem Staunen über all die Wundersamkeiten herauskam, verging schon eine Zeit. Handwerk fasziniert mich eh schon immer und ich kann wie ein Kind über Werkzeuge und Techniken staunen. Und Orike beherrscht ihr Handwerk wirklich so grandios. Ich habe einiges dazugelernt, was Farben und vor allem das Zusammenspiel derer betrifft. Nie wäre ich so mutig gewesen, hätte Orike mich nicht dazu ermuntert.

Orike hat eine traumhaft Sammlung alter und neuer Siebdruckschablonen, die sie im Laufe der Jahre gesammelt hat. Darunter sind wahre Schätze, denn einige der Schablonen werden so nicht mehr hergestellt.

Die Auswahl fiel mir äußerst schwer. Hier habe ich mich für eine sehr große Blütenschablone entschieden, die für große Flächendrucke wie geschaffen ist. Der Tischläufer, der daraus bald entstehen soll, ist aber noch nicht ganz fertig. Es fehlt noch der Feinschliff. Aber ich zeige ihn euch garantiert, wenn ich ihn vollendet habe.

Ganz besonders fasziniert hat mich diese mexikanische Tänzerin. Zuerst zaghaft in die Mitte positioniert, bekam sie dann noch reichlich Muster und Motive dazu. Das war mein erstes Probestück, bei dem ich zugeben musste, es viel mir erst schwer, so viele Muster zusammen zu bringen. Letztendlich ist es mein liebstes Stück geworden. Es ist aber auch noch nicht verarbeitet. Vielleicht bleibt es auch so wie es ist und ich hänge es auf Leisten an die Wand.

Bei so traumhaft schönen Schablonen fällt die Auswahl echt schwer, wie ihr euch vorstellen könnt.

Für das Handtuch habe ich wieder eine der großen Schablonen verwendet, auf der schon alle Farne vereint waren. Die Blüten und der Hase kamen dann noch dazu. Auch das hat mich sehr viel Überlegung gekostet. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob so viel zusammen gut aussieht. Aber auch hier hat mich Orike überzeugt. Ich liebe es!!

Auch dieser Fisch ist an dem Tag entstanden. Da ich Orikes Idee, einzelne Motive auf Kleidung zu nähen so toll fand, habe ich ihn auf eine schlichte Tunika genäht und bin total begeistert.

Zu allerletzt habe ich mir noch ein Kissen genäht. Das heißt, ich habe einen bedruckten Stoff auf das Kissen genäht. Ebenfalls mit der geliebten mexikanischen Tänzerin. Dafür habe ich einfach ein fertiges Kissen genommen, den Stoff noch mit einer schönen Borte unterlegt und auf das Kissen geheftet, aufgenäht und fertig.

Ihr Lieben, ihr könnt euch vorstellen, dass ich euch noch unendlich viel über den Tag und meine Werke, über die Werkstatt und über Orike erzählen könnte, aber das würde dann doch diesen Beitrag sprengen. Verpasst aber auf keinen Fall die Bilder und Berichte von Smilla und Amy. Wir haben ja ganz unterschiedliche Dinge dort gedruckt und zuhause verarbeitet. Lasst euch inspirieren.

Ich hoffe, euch gefällt unser neues Format und ihr seid auch schon genauso gespannt auf unseren nächsten Besuch. Dafür waren wir diesmal in der Lüneburger Heide. Aber mehr verrate ich noch nicht.

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Über Orike Muth

Der perfekte Arbeitstag beginnt für Orike mit Sonnenschein, denn sie braucht viel Licht um sich.  Und wenn sie dann noch ein bisschen trödeln kann um am Nachmittag allein in der Werkstatt zu arbeiten, kommen die besten Ideen

Orike ist Diplomdesignerin aus Hannover. In ihrer Werkstatt werden handbedruckte Stoffe gefertigt aus denen sie mit Hilfe ihrer Schwester Topflappen, Geschirrtücher, Kissen, Lampions und vieles mehr herstellt.

Orike hat ihre Siebdruckwerkstatt vor 27 Jahren eingerichtet und damals gemeinsam mit Lili Navoli und Jesko Willert Cafes, Restaurants und Privatwohnungen gestaltet.

Orikes Inspiration

Fasziniert von leuchtenden Farben und schönen Stoffen, hat sie sich damals für den Beruf der Textildesignerin entschieden. Besonders die asiatische Kunst hat es ihr angetan. Auf einer Ausstellung gekam sie von Karl Mackensen den Auftrag drei alte chinesische Lampions nachzubauen. Dafür bekam sie ein altes asiatisches Mustertuch. Der Beginn einer sehr langen Freundschaft und jedes Jahr zum Geburtstag folgte ein weiteres Mustertuch. Fast 200 Jahre alte Tücher, die für Orike eine sehr große Inspirationsquelle waren und sind.

Auch Amy Butler und Tricia Guild mit ihrem farbenfrohen Design faszinieren Orike. Oder auch der Material- und Farbenmix von Nathalie le ‚te‘.

Zu Orikes liebsten Materialien zählen feiner Baumwolldamast- und Köper und schöne Leinenstoffe. In ihrer Werkstatt finden sich stapelweise alte Leinentücher, Mangeltücher und alte Bettwäsche und Damast. Alte Stoffe sind einfach ausdrucksstarker und erzählen Geschichten, sagt sie.

Zu ihren liebsten Motiven zählen hübsche Frauen, Vintage, japanische Ornamente und jede Menge Blüten.

Orike liebt ihrem Job. “Es ist ein großes Geschenk, machen zu können, was man will und liebt. „ Wir lernen viele Menschen kennen und wir setzen Freue in die Welt. Eine Kundin erzählte mir von ihrem erblindeten Vater, dem hatte sie eine farbenprächtige Nackenrolle von uns geschenkt. Und sie beschrieb ihm die Farben ausführlich, so dass er sie dann immer mit sich rumschleppte.”

Die Zeitschrift „Brigitte” beschrieb es mal so : für die Topflappen von Orike Muth ist es zu schade das man nur zwei Hände hat, aber mit einem Hammer und Nägeln kann man seine Küche kurzerhand in eine Galerie umwandeln.

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Liebe Grüße und einen wunderschönen Sonntag

Evi

  1. Hallo Evi,
    DIYhoch3 finde ich eine grandiose Idee.Ich wünsche euch viele tolle Begegnungen und inspirierende Besuche.
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden
    Lydia

  2. Liebe Evi,
    eine in Worten, Bildern und Ergebnissen, sooooooo schöne „Zusammenfassung“ unseres wunderbaren Tages bei Orike. Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht mit euch und ich freue mich schon riesig auf unsere kommenden Abenteuer!
    Herzlichste Grüße an dich…
    Amy

  3. Einfach nur unglaublich schön!
    Ich bin ganz verzaubert von den Sachen und diese Technik würde ich auch so gerne ausprobieren!
    Habe einen wunderbaren Sonntag, liebe Evi.
    Sonnige Grüße
    Sylwia

  4. Hachz Evi, das war ein wundervoller Tag mit Euch Beiden und Orike! Und bei Deinen Bildern, die wie immer so ganz anders als meine sind, entdecke ich nochmal viele Kleinigkeiten, die ich vorher gar nicht gesehen habe! Deine Stoffe hast Du auch wirklich zauberhaft verarbeitet!
    Ich freu mich so sehr, dass wir das alles zusammen erleben dürfen!
    Fühl Dich gedrückt,
    Smilla

    1. Liebe Dörthe,
      das glaube ich dir! Wenn man das einmal ausprobiert hat, ist es einfach faszinierend. Aber die richtige Schablonen sind am Ende auch entscheidend für das Ergebnis. Und die gab es bei Orike reichlich!
      Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Besuch.
      Evi

  5. Das klingt ja wirklich nach einem rundum kreativen “Ausflug”. Die Drucke sind richtig toll und sehen fantastisch aus. Egal ob als Kissen, Tunika oder Läufer. Schön, wenn man an solchen Orten dazu ermutigt wird mal neues zu wagen. Man ist ja doch oft bequem und macht Sachen, die sich ähneln. Wobei ich das auch schön finde. Aber mal gezielt zu experimtieren hat auch was.
    Ganz liebe Grüße,
    Sabine

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